Fußball und Politik: Beeinflusst das runde Leder den Ausgang von Wahlen?

Ganz Europa schaute in den vergangenen vier Wochen nach Frankreich auf die Fußball-Europameisterschaft. So viele Länder wie nie, 24, tragen innerhalb von vier Wochen das Turnier aus. In den Stadien lassen sich auch viele Politiker sehen, ob Staatspräsidenten oder Regierungschefs. Sie wollen von der Öffentlichkeit gesehen werden. Zudem hoffen sie wahrscheinlich, von der Popularität ihrer Nationalmannschaften zu profitieren. Doch kann der Fußball sogar Wahlen beeinflussen? Diese These möchte man vorschnell verneinen. Diese Bedeutung hat der Fußball nun auch wieder nicht. Oder doch? Mehr lesen »

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Großbritannien und Europa nach dem Brexit: Ein Desaster für beide

Das für viele politische Beobachter unerwartete und von vielen Pro-Europäern in und außerhalb von Großbritannien gefürchtete Szenario ist tatsächlich eingetreten: Eine knappe Mehrheit der britischen Bevölkerung (52%) hat sich bei einer Wahlbeteiligung von rund 72% im Referendum am 23. Juni für den Brexit entschieden. Der britische Premierminister David Cameron, der trotz aller Kritik an der EU für einen Verbleib des Landes in der EU geworben hatte, hat bereits seinen Rücktritt angekündigt. Die politischen und wirtschaftlichen Folgen für Europa und Großbritannien, ja sogar für die Weltwirtschaft insgesamt, sind unkalkulierbar. Was nun? Mehr lesen »

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Angst vor dem Brexit – die EU und Großbritannien vor einer schmutzigen Scheidung?

Historische Entscheidungen oder Einschnitte kündigen sich selten an. Selten lassen sich bedeutende geschichtliche Ereignisse sicher vorhersagen. Doch das Referendum am 23. Juni über den Verbleib oder Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) ist eine solche Ausnahme. Im Falle eines Austritts sind die Konsequenzen für beide Seiten unkalkulierbar. Es ist jedoch keine gewagte These, dass sie politisch und wirtschaftlich erheblich sein werden.

Vernunftehe statt Liebesheirat

Seit 1973 gehört Großbritannien der EU bzw. dem damaligen Vorläufer EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) an. Hierbei handelte es sich von Beginn an um keine tiefe emotionale Bindung, sondern um eine Vernunftehe von beiden Seiten. Großbritannien versprach sich von einem Beitritt wirtschaftliche Vorteile, ebenso die kontinentaleuropäischen Mitglieder der damaligen EWG. Ein Gegensatz, der von Anfang an bestand, war die Frage der politischen Vertiefung. Großbritannien lehnte diese ab, viele kontinentaleuropäische Länder strebten und streben sie hingegen explizit an. Mehr lesen »

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Das amerikanische Wahlsystem: Ein Anachronismus aus dem 18. Jahrhundert im digitalen Zeitalter

Die amerikanischen Wähler wählen im November ihren neuen Präsidenten (Donald Trump, voraussichtlicher Kandidat der Republikaner) oder zum ersten Mal eine Präsidentin (Hillary Clinton, voraussichtliche Kandidatin der Demokraten)! Im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland können die Amerikaner ihr Staatsoberhaupt direkt wählen!

Beide Sätze klingen richtig, sind aber sachlich falsch. In Wirklichkeit wählen die amerikanischen Wähler ein Wahlmännergremium (Electoral College). Die von den Wählern gewählten Wahlmänner wählen erst im Dezember den Präsidenten. Genau genommen ist erst die letztere Wahl die eigentliche Präsidentenwahl. Das Wahlmännergremium besteht aus 538 Personen (electors). Damit wählt die amerikanische Bevölkerung ihre/n Präsidenten/in in Wirklichkeit nur indirekt. Mehr lesen »

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Jeder Dschungel ist übersichtlicher – eine Schneise durch das Labyrinth der US-Vorwahlen

Haben Sie schon mal etwas von Iowa oder New Hampshire gehört? Vielleicht, mindestens der eine oder andere Bundesbürger. Aber möchten Sie mal dahin? Diese Frage würden wahrscheinlich fast 100% Bundesbürger mit „Nein“ beantworten. Doch wer sich mit den US-Vorwahlen befasst, der darf sich zunächst nicht mit den berühmten, bevölkerungsreichen und als Reiseziel beliebten Kalifornien, Texas, Florida oder New York befassen, denn Iowa und New Hampshire sind für die US-Vorwahlen deutlich wichtiger. Absurd? Mehr lesen »

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Von der rot-schwarzen Republik zur rechten Hochburg – die Zäsur in Österreich

Die beiden Wahlgänge bei der Bundespräsidentenwahl in Österreich bedeuten eine tiefgreifende Zäsur für die Alpenrepublik. Dieser bedeutende historische Einschnitt hat sowohl nationale, aber auch internationale Gründe. International, da er in eine Zeit fällt, in welcher der Rechtspopulismus in nahezu ganz Europa auf dem Vormarsch ist. Zwar verlor der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer die Stichwahl gegen den Grünen Alexander Van Der Bellen – aber nur hauchdünn und mit der Zustimmung von fast der Hälfte der österreichischen Wähler.

Diese Entwicklung in Österreich allein mit der Flüchtlingskrise zu verbinden, wäre zu kurz gegriffen. Zwar hat diese in Österreich der FPÖ sicherlich politisch in die Karten gespielt und sie zusätzlich gestärkt. Doch war die FPÖ auch schon vor der Flüchtlingskrise eine große Partei mit einem starken Rückhalt bei den österreichischen Wählern. Trotzdem ist nicht zu leugnen, dass die Flüchtlingskrise der FPÖ und ihrem Kandidaten Norbert Hofer bei der Bundespräsidentenwahl einen zusätzlichen Schub gegeben hat. Hierbei war interessant zu beobachten, dass die Große Koalition aus SPÖ und ÖVP auf Druck der FPÖ ihren Kurs in der Flüchtlingspolitik zunehmend verschärft und viele Positionen der FPÖ regelrecht übernommen hat, was dieser jedoch politisch nicht den Wind aus den Segeln nahm – im Gegenteil.

An dieser Stelle müssen diverse österreichische Faktoren für den Aufstieg der FPÖ genannt werden. So haben SPÖ und ÖVP das Land über Jahrzehnte dominiert. Zwar war Österreich im Regelfall ein wirtschaftlich erfolgreiches Land, dem es im Vergleich zu anderen europäischen Ländern meistens überdurchschnittlich gut ging. Doch die Dauerdominanz der beiden führenden Parteien führte zu einer zunehmenden Entfremdung von den Wählern. So teilten sich beide führenden Parteien das Land regelrecht auf, bis in die höchsten Positionen. Wer etwas werden wollte, in Politik, Verwaltung und auch in vielen staatsnahen Wirtschaftsbetrieben, der musste einer der beiden Parteien angehören. Häufig, je nach staatsnahem Betrieb, der richtigen der beiden, denn beide hatten und haben bis heute ihre Erbhöfe. Aus einem dieser Erbhöfe der SPÖ – den Österreichischen Bundesbahnen – stammt der neue Bundeskanzler Kern. Ob seine jetzige Popularität lange anhalten wird, das ist daher fraglich. Politisch steht er zudem vor der riesigen Herausforderung, eine völlig verunsicherte SPÖ in einer wackligen Koalition mit einer genau so verunsicherten ÖVP führen zu müssen.

Einen weiteren enormen Schub gibt der EU-kritischen FPÖ die nicht zu leugnende Krise der EU. Diese ist inzwischen serienweise in so viele Krisen hintereinander geschlittert, dass diese kaum noch zählen sind. Die Eurokrise, die Flüchtlingskrise und der mögliche Austritt Großbritanniens – der zweitstärksten Wirtschaftsmacht der EU – sind die drei offensichtlichsten. Die FPÖ bedient populistisch das Heimatgefühl vieler Österreicher, die sich von der EU oder der Globalisierung oder von Flüchtlingen bedroht fühlen. Wirkliche politische Alternativen zur Großen Koalition hat sie nicht anzubieten, wobei jene inzwischen bei der Flüchtlingspolitik ohnehin nur noch wenig von der FPÖ zu unterscheiden ist. Doch die FPÖ trifft für viele Frustrierte oder Besorgte oder Verärgerte den richtigen Ton, den die anderen Parteien nicht (mehr) treffen. Die Kandidaten von SPÖ und ÖVP schieden deshalb auch im 1. Wahlgang mit kläglichen Ergebnissen aus, was in der Geschichte Österreichs nach dem 2. Weltkrieg ein Novum darstellt. Die Stichwahl zwischen einem Grünen und einem Rechtspopulisten im 2. Wahlgang war die Folge.

Was wird aus Österreich? Zwar hat sich der grüne Kandidat Alexander Van Der Bellen in der Stichwahl hauchdünn durchsetzen können. Doch die starke Zustimmung für Hofer lässt es wahrscheinlich erscheinen, dass die FPÖ nicht an Stärke verlieren wird. Auch der Tod der einstigen Galionsfigur der FPÖ Jörg Haider sowie eine Parteispaltung konnten den Aufstieg der FPÖ in der Vergangenheit nicht verhindern, höchstens vorübergehend bremsen. Bis heute fehlt eine für die Wähler überzeugende Antwort der einstigen Volksparteien auf die Rechtspopulisten – leider nicht nur in Österreich.

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Gewonnen mit 65 % (3) – Landratswahl in Darmstadt-Dieburg – Erfahrungsbericht zum Wahlkampf

Dieser Artikel ist Teil einer dreiteiligen Serie über die Landratswahl am 19. April 2015 im Landkreis Darmstadt-Dieburg. politicom betreute Amtsinhaber Klaus Peter (Pit) Schellhaas, der mit 65,1 % im ersten Wahlgang gewann. Die Serie gliedert sich in folgende Abschnitte:

1. Ergebnisse in der Übersicht
2. Faktoren des Wahlerfolgs

3. Erfahrungsbericht zum Wahlkampf

3. Erfahrungsbericht zum Wahlkampf

Im letzten Teil der Serie geht es um einen Erfahrungsbericht zum Wahlkampf. Was war das Rezept für diesen Wahlkampf? Zunächst eine Übersicht der Themen und Elemente, die im Wahlkampf von Relevanz waren:

  1. „Team Pit“ statt langweiliger Wahlkampfkommissionen
  2. Bildsprache: Charakteristische Orte aus den Kommunen zur Identifikation
  3. Das Landkreis-Spiel als Highlight mit Content-Mehrwert
  4. Facebook als Online-Zentrale und Video-Plattform
  5. Maximale Mobilisierung: Telefonaktion drei Tage vor der Wahl
  6. Was sonst noch gemacht wurde
  7. Fazit

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Gewonnen mit 65% (2) – Landratswahl in Darmstadt-Dieburg – Faktoren des Wahlerfolgs

Dieser Artikel ist Teil einer dreiteiligen Serie über die Landratswahl am 19. April 2015 im Landkreis Darmstadt-Dieburg. politicom betreute Amtsinhaber Klaus Peter (Pit) Schellhaas, der mit 65,1 % im ersten Wahlgang gewann. Die Serie gliedert sich in folgende Abschnitte:

1. Ergebnisse in der Übersicht
2. Faktoren des Wahlerfolgs

3. Erfahrungsbericht zum Wahlkampf

2. Faktoren des Wahlerfolgs

Das gute Wahlergebnis von 65,1 % im ersten Wahlgang gegen drei Herausforderer ist nicht selbstverständlich und auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Welche Faktoren in welcher Gewichtung ausschlaggebend waren, kann ohne Erhebungen von detaillierten Daten nicht gesagt werden. Folgende Faktoren halte ich aber für elementar:

  • Profile und Kampagnen der Mitbewerber
  • Bilanz von Amtsinhaber Pit Schellhaas
  • Starke Mobilisierung der SPD-Anhänger

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Gewonnen mit 65 % (1) – Landratswahl in Darmstadt-Dieburg – Wahlergebnisse

15-04-19-schellhaas-wahlabend

Wahl gewonnen, Sektgläser der Wahlparty abgeräumt, Plakate abgehängt – und dann einfach weiter? Zu oft geht man nach einer gewonnenen Wahl zum Tagesgeschäft über und beschäftigt sich nicht mehr mit der Wahl. Vor allem, wenn man, wie Klaus Peter (Pit) Schellhaas bei der Landratswahl am 19. April 2015 im Landkreis Darmstadt-Dieburg 65,1 % im ersten Wahlgang bei insgesamt vier Kandidaten holt. Unsere Agentur politicom betreute Pit Schellhaas bei der Landratswahl. In einer dreiteiligen Serie möchte ich die Wahl etwas näher beleuchten und einen Erfahrungsbericht zum Wahlkampf geben. Die Serie gliedert sich in folgende Teile und wird bis Ende Mai 2015 komplett veröffentlicht.

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Wir gratulieren Klaus Peter Schellhaas zur Landratswahl

Das Team von politicom gratuliert Klaus Peter (Pit) Schellhaas, der sich am vergangenen Sonntag (19. April) mit 65,1 % direkt im ersten Wahlgang gegen drei Mitbewerber durchgesetzt hat und damit Landrat im Landkreis Darmstadt-Dieburg bleibt. politicom hat Klaus Peter Schellhaas bei der gesamten Kampagne begleitet: Von Strategieentwicklung über die Organisation bis hin zur Produktion von Werbemittel, Videos und Give-Aways. Die Agentur betreute schon den Wahlkampf 2009 und setzt damals wie heute Akzente in der Wahlkampfführung.

Eine detaillierte Analyse wird es in den nächsten Tagen hier geben!

 

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