Wenn es darum geht vor der Wahl die Bürgerinnen und Bürger direkt anzusprechen, steht der Infostand ganz oben auf der Liste der lokalen Parteiorganisationen. Auf belebten Plätzen, in Fußgängerzonen oder vor Supermärkte werden Tische und Sonnenschirme aufgestellt und die Wahlhelfer mit Flyern und Kugelscheiber bewaffnet.

Meist, leider mit geringem Erfolg.

Ein klassischer Infostand bringt aus unserer Sicht nicht viel. Und nicht alle Wahlkämpfer fühlen sich wohl dabei, andere Menschen anzusprechen und auch die meisten Bürgerinnen und Bürger machen lieber einen großen Bogen um den Stand. So besteht die Gefahr, dass sich die Wahlhelfer am Ende lieber untereinander unterhalten, anstatt auf die Menschen zuzugehen. Verschenkte Zeit in der heißen Wahlkampfphase.

Das muss nicht sein, wenn man den Infostand richtig plant und einsetzt!

Was ist das Ziel?

Wir empfehlen, dass du dich vor der Durchführung eines Infostands zunächst mit der Zielsetzung beschäftigst. Was willst du mit dem Stand erreichen? Möglichst viele Flugzettel verteilen? Auf ein bestimmtes Thema hinweisen? Mit den Menschen ins Gespräch kommen? Das Ziel entscheidet über den Ort und den Aufbau des Infostands.

 Wahl des Ortes

Bei der Wahl des richtigen Ortes für den Infostand wählen viele ihren traditionellen Stand auf Marktplätzen oder in Fußgängerzonen. Für eine allgemeine Wähleransprache ist das sicherlich nicht verkehrt. Will man allerdings ein bestimmtes Thema ansprechen, solltest du den Standort genau wählen. Willst du zum Beispiel auf ein schulpolitisches Thema hinweisen, ist es effektiver am Morgen vorr der Schule zu stehen, als an einem Samstag auf dem besagten Marktplatz. Bei Fragen zum Nahverkehr geh vor die Bahnhöfe oder an die großen Haltestellen. Bei Arbeitnehmerfragen vor die Werkstore. Auch ist es nicht verboten, dass sich die Wahlkämpfer bewegen. Mit einem Bauchladen kann man auch mobil für seine Interessen werben.

 Botschaft

Neben der Wahl des Ortes solltest du dir auch Gedanken machen, was die Botschaft sein soll. Mit Tisch, Sonnenschirm und Kulis kannst du das nicht erreichen. Die Menschen gehen dann einfach an deinem Stand vorbei und registrieren nur, dass die Partei da ist. Mehr aber auch nicht. Wir empfehlen daher, dass man um den Stand herum auf bestimmte Botschaften hinweist. Hierfür stehen eine Reihe von Aktionsformen zur Verfügung. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass deine Botschaft auch aus der Entfernung gut erkennbar ist. So kommt deine Message auch bei den Menschen an, die nicht an deinen Stand.

Kommunikation

Ist dein Ziel mit den Menschen in Kontakt zu kommen, raten wir zu kommunikativen Formen. Mit einer Bodenzeitung kommst du zum Beispiel leicht ins Gespräch.

Und was noch?

Kündige die Infostände immer in der lokalen Presse an und schreibe auch einen Bericht über den Stand. Mit Foto!

 Letzter Tipp:

Es kommt immer gut, wenn du Kaffee, Kekse oder belegte Brötchen mit an den Stand bringst. Das hebt die Stimmung und ist ein Zeichen deiner Wertschätzung für deine Unterstützer.