Hausbesuche, ja oder nein? Diese Frage stellen sich vor jeder Wahl viele Kandidaten und Wahlhelfer und immer mehr beantworten diese Frage mit einem klaren JA, KLAR! Gut so! denn Hausbesuche können Wahlergebnisse wirklich beeinflussen.

Wer dann konkret vor der Haustür steht, hängt von der Wahl ab. Bürgermeisterkandidaten sollten selbst an der Tür klingeln und dies nicht ihrem Wahlteam überlassen. Bei Bundestags- und Landtagskandidaten ist dies aufgrund der Größe der Wahlkreise nicht möglich. Daher empfiehlt es sich hier auf den zusätzlichen Einsatz von Wahlhelfern zu setzen.

Los geht´s – doch wo genau?

Bevor du dich in die Hausbesuche stürzt, stelle dir erst die Frage, wo du klingeln willst. Ist es möglich, dass du an allen Türen läutest, dann erübrigt sich diese Frage. Ist es aber absehbar, dass du nicht überall hingehen kannst, dann solltest du dir zunächst das Wahlverhalten der Wahlbezirke genauer anschauen und eine grundlegende Wahlanalyse durchführen. Gehe dann zunächst dort hin, wo du bzw. deine Partei in der Regel gut abschneidest. Denn hier brauchst du deine Wähler meist nur motivieren, zur Wahl zu gehen und sie nicht noch grundlegend von dir oder deiner Partei überzeugen.

Und wie genau?

Hausbesuche macht man am besten werktags zwischen 17.00 und 19.30 Uhr. Dann sind die meisten Menschen zu Hause. Auch der Samstag ist ein guter Tag dafür. Klingelst du am Vormittag wirst du meist nur Senioren und Hausfrauen antreffen.

Kandidaten können ruhig alleine gehen. Wahlteams gehen zu zweit: Eine Frau und ein Mann.

Dann geht´s los: Klingeln. Lächeln. Und dem Türöffner erklären wer du bist und was du willst. Dabei hilft dir in der ersten Zeit ein auswendig gelernter Satz, wie z.B. guten Tag mein Name ist Herr Müller. Ich kandidiere bei der Bürgermeisterwahl am XXX und möchte mich kurz bei Ihnen vorstellen. Außerdem würde ich Ihnen gerne meine Broschüre überreichen, aus der Sie meine Ideen und Vorstellungen entnehmen können.“ Dann kommt ein kurzer Plausch, bei dem du dann gleich die Stimmung deines Gegenübers erkennen kannst. Abschließend drückst du ihm noch deinen Flyer mit deinem give-away in die Hand und verabschiedest dich.

Das solltest du beachten!

Wichtig: Halte dich nicht zu lange bei einzelnen Personen auf. Zwei bis drei Minuten pro Hausbesuch sind gut. Wenn dein gegenüber grundlegende Fragen hat oder ein vertiefendes Gespräch mit dir wünscht, dann weise ihn freundlich darauf hin, dass du heute noch viele Hausbesuche durchführen möchtest und vereinbare mit ihm einen Termin am Telefon oder bei einem persönlichen Treffen. Schimpfe auch nicht über deine Konkurrenz und bleibe immer höflich und freundlich.

Auswertung der Besuche

Vermerke am Ende der Hausbesuchstour, wo ihr heute gewesen seid, so dass keiner doppelt besucht wird. Solltet ihr wichtige Anregungen für die Wahl oder den Wahlkampf bekommen, dokumentiert dies entsprechend.