Von der G 6 zur G 20: Weltregierung oder unproduktiver Debattierclub?

Gipfel in Hamburg mit riesigem Polizeiaufgebot Wenn 20.000 Polizisten im Einsatz sind, 20 Regierungsdelegationen und weitere Teilnehmer in großer Anzahl zusammenkommen, die Straßen überall abgesperrt und verbarrikadiert sind, Linksradikale aus aller Welt im großen Stil randalieren und sich Straßenschlachten mit der Polizei liefern, ein hilfloser gastgebender Bürgermeister bzw. nationale(r) Regierungschef(in) ratlos und überfordert wirken und am Ende lange Erklärungen mit vielen Allgemeinplätzen und wenig konkreten Ergebnissen von 20 Regierungen und weiteren Teilnehmern abgegeben werden, dann war wahrscheinlich wieder ein G 20-Gipfel. Diese polemische Zusammenfassung enthält bei aller Zuspitzung ein Korn Wahrheit. Dennoch ist die Kritik an der G 20 mindestens zum Teil sehr widersprüchlich und verlogen. Das gilt auch für den gerade durchgeführten G 20-Gipfel in Hamburg. Die Anfänge 1975 als G 6 Wer hat`s erfunden? Nein, nicht die Schweizer. Sofern es „den Erfinder“ des G 20-Gipfels gibt, dann muss vor allem ein Name genannt werden, nämlich der von Helmut Schmidt (SPD). Der damalige deutsche Bundeskanzler hatte zusammen mit seinem französischen Kollegen, dem damals amtierenden Staatspräsidenten Valéry Giscard d’Estaing, die Idee, dass sich die führenden Volkswirtschaften der Welt untereinander zu Beratungen treffen sollten. Diese Konsultationen sollten wirtschaftliche Krisen überwinden bzw. verhindern helfen. Die damals führenden Wirtschaftsnationen trafen sich zum ersten Mal 1975 im Schloss Rambouillet bei Paris. Die 1970er-Jahre waren weltweit durch einen explodierenden Ölpreis und hohe Inflationsraten geprägt. Die wirtschaftliche Rezession infolge des Ölpreisschocks von 1976 sollte überwunden...

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