Kategorie: Das 1×1 eines guten Wahlkampfs

# 8 Stell dir vor es ist Wahlkampf und keiner hilft dir – Motivation von Wahlhelfern

Die Wahlkämpfer: Sie sind eine elementare Voraussetzung für einen erfolgreichen Wahlkampf. Sie füllen deine Aktionen mit Leben. Sie tragen deine Zettel aus. Sie plakatieren deine Plakate. Sie werben im Freundes- und Bekanntenkreis für dich. Wahlkampf ist wie das Teamwork bei der Formel 1. Auch wenn du der Star bist, den Sieg erreicht man nur mit einem guten Team. Und die Zeiten, in denen sich die Aktiven wie von selbst im Wahlkampf engagieren sind vorbei. Immer weniger Personen erklären sich bereit, sich aktiv in die Wahlkämpfe einzubringen und ihre freie Zeit für den Kandidaten oder die Partei zu opfern.  Wahlkampf vor dem Bäcker oder lieber im Bett bleiben? Wir empfehlen daher auch hier wieder die Grundsatzfrage: „Warum sollte jemand das machen, was du von ihm gerne hättest?“ Beispiele gefällig: Warum sollte sich jemand morgens um 6.00 Uhr mit dir vor den Bahnhof stellen, wenn er auch noch im Bett liegen könnte? Warum sollte er seinen Samstag mit dir beim Infostand verbringen, wenn er auch mit seinen Kindern einen Ausflug machen könnte?   Ein Zaubermitte. Wertschätzung Jeder Wahlhelfer muss eine Wertschätzung erfahren. Am besten schon vor dem Wahlkampf. Das wirkt alleine schon sehr motivierend und steigert das Engagement. Baue einen persönlichen Kontakt auf. Frage nach wie es ihm geht. Betone die Bedeutung seiner Arbeit für dich und deinen Wahlkampf. Dir muss es gelingen, dass du deinem Wahlhelfer das Gefühl vermittelst, dass...

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# 7 Ding – Dong – Wir machen Hausbesuche

Hausbesuche, ja oder nein? Diese Frage stellen sich vor jeder Wahl viele Kandidaten und Wahlhelfer und immer mehr beantworten diese Frage mit einem klaren JA, KLAR! Gut so! denn Hausbesuche können Wahlergebnisse wirklich beeinflussen. Wer dann konkret vor der Haustür steht, hängt von der Wahl ab. Bürgermeisterkandidaten sollten selbst an der Tür klingeln und dies nicht ihrem Wahlteam überlassen. Bei Bundestags- und Landtagskandidaten ist dies aufgrund der Größe der Wahlkreise nicht möglich. Daher empfiehlt es sich hier auf den zusätzlichen Einsatz von Wahlhelfern zu setzen. Los geht´s – doch wo genau? Bevor du dich in die Hausbesuche stürzt, stelle dir erst die Frage, wo du klingeln willst. Ist es möglich, dass du an allen Türen läutest, dann erübrigt sich diese Frage. Ist es aber absehbar, dass du nicht überall hingehen kannst, dann solltest du dir zunächst das Wahlverhalten der Wahlbezirke genauer anschauen und eine grundlegende Wahlanalyse durchführen. Gehe dann zunächst dort hin, wo du bzw. deine Partei in der Regel gut abschneidest. Denn hier brauchst du deine Wähler meist nur motivieren, zur Wahl zu gehen und sie nicht noch grundlegend von dir oder deiner Partei überzeugen. Und wie genau? Hausbesuche macht man am besten werktags zwischen 17.00 und 19.30 Uhr. Dann sind die meisten Menschen zu Hause. Auch der Samstag ist ein guter Tag dafür. Klingelst du am Vormittag wirst du meist nur Senioren und Hausfrauen antreffen. Kandidaten können...

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#6 „Guten Tag! Darf ich Ihnen was mitgeben?“ – Infostand mit Spaß und Botschaft

Wenn es darum geht vor der Wahl die Bürgerinnen und Bürger direkt anzusprechen, steht der Infostand ganz oben auf der Liste der lokalen Parteiorganisationen. Auf belebten Plätzen, in Fußgängerzonen oder vor Supermärkte werden Tische und Sonnenschirme aufgestellt und die Wahlhelfer mit Flyern und Kugelscheiber bewaffnet. Meist, leider mit geringem Erfolg. Ein klassischer Infostand bringt aus unserer Sicht nicht viel. Und nicht alle Wahlkämpfer fühlen sich wohl dabei, andere Menschen anzusprechen und auch die meisten Bürgerinnen und Bürger machen lieber einen großen Bogen um den Stand. So besteht die Gefahr, dass sich die Wahlhelfer am Ende lieber untereinander unterhalten, anstatt auf die Menschen zuzugehen. Verschenkte Zeit in der heißen Wahlkampfphase. Das muss nicht sein, wenn man den Infostand richtig plant und einsetzt! Was ist das Ziel? Wir empfehlen, dass du dich vor der Durchführung eines Infostands zunächst mit der Zielsetzung beschäftigst. Was willst du mit dem Stand erreichen? Möglichst viele Flugzettel verteilen? Auf ein bestimmtes Thema hinweisen? Mit den Menschen ins Gespräch kommen? Das Ziel entscheidet über den Ort und den Aufbau des Infostands.  Wahl des Ortes Bei der Wahl des richtigen Ortes für den Infostand wählen viele ihren traditionellen Stand auf Marktplätzen oder in Fußgängerzonen. Für eine allgemeine Wähleransprache ist das sicherlich nicht verkehrt. Will man allerdings ein bestimmtes Thema ansprechen, solltest du den Standort genau wählen. Willst du zum Beispiel auf ein schulpolitisches Thema hinweisen, ist es effektiver...

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# 5 Das Küchengespräch – ein Erfahrungsbericht

Neuer Trend im Wahlkampf: Wir reden wieder mehr mit den Menschen. Nicht nur am Infostand oder bei Veranstaltungen, sondern auch am Küchen- oder Wohnzimmertisch.  Peer Steinbrück geht aktuell ins Wohnzimmer und bringt Kuchen oder Brötchen mit.  Wir nennen es Küchengespräche und bringen Kekse mit. Küchengespräch bei mir zu Hause. Großer Tisch. 8 Gäste (Nachbarn und Freunde). Menschen die sonst nicht zu einer Parteiveranstaltung kommen. Und der Stargast: Unser Bürgermeisterkandidat. Es war schon eine komische Erfahrung im Vorfeld, da sich beim Küchengespräch zwei Welten treffen. Die Freunde- und Nachbarwelt und die Parteiwelt. Zwei Sphären die sonst nebeneinander existieren und in der Regel keine Berührungspunkte haben. Also viele Fragezeichen im Vorfeld. Auch bei meinen Gäste. Aussagen wie, „Ich habe euer Parteiprogramm aber nicht gelesen“, „Ich habe von Politik doch keine Ahnung“ oder „Ich weiß ja gar nicht was eure Partei will“ waren zu hören. Und dann war es so weit. Unser erstes Küchengespräch. Erst kamen die Gäste. Fünf Minuten später der Kandidat. Die Stimmung war kurz angespannt, dann aber gleich locker und gelöst. Kurze Vorstellungsrunde und schon ging das Gespräch los. Ganz zwanglos. Alle Aspekte der Kommunalpolitik wurden gestreift. Der Kandidat erklärte was er will. Was er gemacht hat. Erzählte von seiner Familie. Ganz zwanglos. Die Gäste fragten nach. Und nach 1 ½ Stunden gingen wir wieder auseinander. Rückmeldung meiner Gäste: War gut! Rückmeldung meines Kandidaten: War gut! Fazit: Das Küchengespräch...

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#4 Die World-Café Methode – Alle bringen sich ein!

Die World Café Methode ist aus unserer Sicht sehr gut dazu geeignet,  möglichst viele Meinungen zu einem Thema zu sammeln und zu diskutieren. Besonders für die Sitzungen der Wahlkampfkommissionen bietet sich diese Methode an, da sich alle zu allen Themen einbringen können. Dabei ist es egal, ob ihr 15 oder 150 Personen beteiligen wollt. Durch die schon fast private Arbeitsatmosphäre kommen auch die Personen zu Wort, die sich im großen Podium nicht so gerne einbringen. Der Ablauf ist dabei ganz einfach: ·         Erläutert zunächst im Plenum die Spielregeln. ·         In einem ausreichend großen Saal werde pro 4-8 Teilnehmer eine Tischgruppe aufgestellt. An jedem dieser Tische wird ein Thema diskutiert. Auf den Tischen stehen Kaffee und kleine Naschereien bereit. Außerdem liegen Materialien für Notizen aus oder ihr überzieht die Tische gleich mit Papiertischdecken auf denen man auch eine Notiz verfassen kann. ·         An jedem Tisch sitzt ein Moderator. Dieser führt in den Themenbereich ein, erläutert den Ablauf und gibt bei Bedarf kurz Raum für eine Vorstellungsrunde. In den nächsten 20 bis 30 Minuten wird dann mit den Teilnehmern an diesem Tisch über das ausgewählte Thema (z.B. Ideen für gesellige Veranstaltungen) gesprochen. Der Moderator notiert sich dabei die diskutierten Ideen. ·         Nach Ablauf der vorgegeben Zeit wird ein Signal an alle Tische gegeben und die Teilnehmer gehen nun an einen neuen Tisch. So lange, bis alle Teilnehmer an allen Tischen waren....

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