Die nachfolgende Auflistung enthält die aus meiner Sicht wichtigen und grundlegenden Regeln / Rahmenbedingungen zur Durchführung eines Onlinewahlkampfes oder einer Onlinekampagne.
Ohne Botschaft keine Kampagne
Das wichtigste, um mit einer Kampagne Erfolg zu haben sind die Botschaften. Das hört sich banal an, ist es aber nicht. Wer keine politische Botschaft hat, wer kein Programm hat, mit dem die Wähler überzeugt werden sollen, der brauch eigentlich gar nicht anzutreten, mit der Ausnahme, eine reine Protestalternative zu sein. Hierbei macht es Sinn, thematische Schwerpunkte zu setzen und für diese entsprechende Positionen zu entwickeln. Vorher müssen Themenanalysen bei den wichtigsten Zielgruppe durchgeführt werden. Wer die Themen, Probleme und Bedürfnisse seiner Wähler kennt, kann Botschaften entwickeln, die zu ihnen passen. Dabei ist Populismus ein durchaus erlaubtes Mittel. Die Sprache sollte nicht durchsetzt sein mit Fachwörtern und sich an der Zielgruppe orientieren. Mehr lesen »
Instrumente zur Basisbeteiligung in der Übersicht
Abstimmungen sind für die Jusos Hessen-Süd das wichtigste Instrument zur Mitglieder- und Basisbeteiligung: Rund 49% halten dieses Instrument für sehr wichtig und rund 38% für wichtig. Abstimmungen im Internet, Umfragen und Diskussionsforen finden nur etwa die Hälfte der Jusos sehr wichtig und wichtig. Am irrelevantesten sind nach Ansicht der Jusos die Wikis. Über die Hälfte halten sie für unwichtig, eher unwichtig oder haben keine Angabe dazu gemacht. Auch bei dieser Frage sind die Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Probanden nicht gravierend und bewegen sich im einstelligen Prozentbereich. Ähnlich sieht es bei den Funktionsträger und Jusos ohne Amt aus: die Abweichungen zwischen den analysierten Gruppen untereinander und zur Gesamtstichprobe sind eher gering. Mehr lesen »
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Wichtigkeit von Basisbeteiligung nach politischen Ebenen in der Übersicht
Ein wichtiger Themenkomplex in der Umfrage war der Bereich Basisbeteiligung und mögliche Instrumente hierzu. Insgesamt lässt sich an dem unteren Diagramm ein Schema nach dem Motto “Umso näher die politische Ebene, desto wichtiger die Basisbeteiligung” ableiten. Ganz allgemein (1) finden 47% der Jusos Basisbeteiligung bei allgemeinen politischen Entscheidungen sehr wichtig; 40% finden es wichtig. Partizipation bei allgemeinen politischen Entscheidungen bei den Jusos direkt finden 43% sehr wichtig; 42% halten es für wichtig. Mehr lesen »
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Aktivitäten in den Social Networks in der Übersicht
Die südhessischen Jusos schauen sich in sozialen Netzwerken vor allem Profile von anderen Nutzern an, verschicken Nachrichten, schreiben Beiträge und Kommentare und suchen nach Kontakten. Weniger wichtig sind Videos und Bilder hochladen, Spiele spielen, das eigene Blog pflegen und Termine zu veröffentlichen oder Leute zu Terminen einzuladen. Nach den vorliegenden Daten müssen aber immerhin rund 38% ein eigenes Blog haben. Dies entspricht einer Anzahl von 286 Personen.
Interessant ist auch, dass nur wenige Beiträge und Kommentare politischen Charakter haben. Rund 25% der Probanden schreiben gar keine politische Texte in Social Networks und 31% seltener als monatlich. Nur ganz wenige schreiben mehrmals täglich oder täglich politische Beiträge. Die Hintergründe sind vielfältig. Neben der politischen Anonymität könnte es vor allem daran liegen, dass Politik in den Social Networks in der Regel kein großes Thema ist. Mehr lesen »
Wichtige Themen der südhessischen Jusos
Die Themen, die von vielen Jusos als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ angesehen werden, sind Bildung (77%, 20%), Hochschule & Forschung (50%, 36%), Ausbildung (49%, 37%), Kinder- undJugendpolitik (48%, 34%) und Frieden (45%, 28%). Themen, die für die Jusos nur geringe Relevanz haben und weniger als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ eingestuft wurden, sind Elektronische Demokratie (13%, 20%), Netzpolitik (15%, 24%), Kultur & Medien (17%, 34%) und Renten (20%, 30%). Mehr lesen »
Die Präsidentschaftswahl 2008 in den USA hat in vielen Punkten neue Maßstäbe gesetzt. Das gilt besonders für die Kampagne von Barack Obama, die hier weiter erörtert werden soll. Obamas Kampagne setzte stark auf das Internet und war der erste große massenmobilisierende Onlinewahlkampf. Da viele Autoren in unterschiedlichen Werken die Kampagne von Obama umfassend analysiert haben, sollen hier nur die wesentlichsten Punkte behandelt werden. Mehr lesen »
Über die Gründe für den mäßigen Erfolg des Onlinewahlkampfs ist in den letzten Monaten bereits einiges von vielen Praktikern und Wissenschaftlern geschrieben worden. Folgende Gründe kristallisieren sich in der Debatte heraus: Mehr lesen »
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Zwei Selbstgespräche statt Dialog
Der Erfolg des Onlinewahlkampfes 2009 lässt sich stark vereinfacht auf einen Satz reduzieren: Für die großen Volksparteien sind keine bis negative Effektive, für die kleinen Parteien, insbesondere die Piratenpartei, sind eher schwache, positive Effekte zu verzeichnen. Das Netz hatte aber keine Massenmobilisierungskraft, so wie es beispielsweise bei den Präsidentschaftskampagnen in den USA 2008 der Fall war. Mehr lesen »